• Suomeksi
  • På svenska
  • In English
StartseiteAuf DeutschTourismusInternationales Flaschenmuseum
Internationales Flaschenmuseum

Pullomuseosta.jpgDas internationale Flaschenmuseum ist im 1986 geöffnet worden. Der Vater der Idee, Osmo Hänninen, der Professor der Physiologie an der Universität Kuopio war, hatte Flaschen seit den 1970-Jahren gesammelt. Heutzutage umfasst die Sammlung des Museums circa 6500 Flaschen, davon ein Großteil als Donationen aus Ausland empfangen worden ist. Die Kollektion schließt Exemplare aus allen bevölkerten Kontinenten und eine Zeitspanne von über 1600 Jahren ein.

Der Besuch im Museum gibt nicht nur eine besondere kulturhistorische Einsicht: die beleuchteten Vitrinen unterstreichen die reiche und zarte Farben und Formen, die bezeichnend für Glas sind, und sichern ein ästhetisches Erlebnis. Wegen der Größe der Sammlung wird die Ausstellung von Zeit zu Zeit umgetauscht.

Geschichte der Glasherstellung

Glass ist ein altes Material: die ältesten bekannten Glasgegenständen stammen aus Zweistromland und sind über 5000 Jahren alt. Das Glasblasen, das die wichtigste Vorbedingung für die Herstellung von Flaschen ist, wurde vor 2000 Jahren an den Westküsten des Mittelmeers empfunden. Wenn das warme und relativ trockene Klima der Mittelmeerregion und Kleinasiens auch für die Erhaltung des Glases wohlgeneigt ist, ist es kein Wunder, dass eine große Menge von verschiedenen alten Glasgegenständen daraus gefunden worden ist. Auch die ältesten Ausstellungsgegenstände des Museums sind von jener Zeit und jenem Gebiet. Die römische Tränenflasche, Unguentarium, ist über 1600 Jahren alt, und die aus Syrien gefundene Ölflasche ist nicht viel jünger.

Die Herstellung der Flaschen in Finnland begann in den 1600-Jahren und die ältesten Flaschen in der Sammlung des Museums sind aus dem Beginn der 1800-Jahre. Ein Großteil von den frühen finnischen Flaschen ist für die Bewahrung von Branntwein gemeint, aber die Sammlung enthält auch altes Apothekenglas und importierte französische Weinflaschen.

In den 1800-Jahren begann die Entwicklung der Brauerei- und Limonadenindustrie, neue Voraussetzungen auf die Flaschen zu setzen. Die lebhafte Badkultur und später das Prohibitivgesetz erhöhten die Nachfrage auf Erfrischungsgetränke und Mineralwasser auch beträchtlich. Ein von den interessantesten Ausstellungsobjekte des Museums ist ein voller Korb von Mineralwasserflaschen von Hartwall aus dem Ende des 19. Jahrhunderts. Das Museum verfügt auch über eine umfassende Sammlung von verschiedenen Coca Cola -Flaschen und finnischen und ausländischen Milchflaschen.

Bierflaschen

762 pullot  ykkös olutpullot.jpg762 pullot Oiva 243 x 160.jpgDas Brauen hat seit Jahrhunderten eine zentrale Rolle im finnischen Haushalt gehabt. Industriell Brauerei begann erst in der Mitte des 19. Jahrhunderts, weswegen auch die ältesten finnischen Bierflaschen ziemlich neu sind.

Die ältesten einzelnen finnischen Bierflaschen stammen aus den 1820-Jahren. Sie waren Kopien von der britischen sogenannte Portierflasche und wurden nicht frei, wie die früheren Branntweinflaschen, sondern in Formen geblasen. Die Flaschen sind aus brauner lufthaltiger Masse hergestellt. Der Behälter ist zylindrisch und in der Mitte des Halses ist eine Ausbuchtung. Die Öffnung ist beachtenswert breit, denn man musste die Korke mit Eisendraht binden.

In den 1880-Jahren begannen sich konische Flaschen, die mit Kronkorken verschlüsselt waren, auf den finnischen Markt zu verbreitern. Die grünen oder braunen Flaschen waren in der Regel größer als ihre Vorgänger.

Die ersten automatischen Glasblasmaschinen ankamen in Finnland in den 1930-Jahren. Folglich wurde auch die Form der Flasche neu erworben. Die breite „Pilsnerflaschen“ waren fast identisch mit den ein bisschen kleineren Limonadenflaschen, deren Herstellung ein Paar Jahre früher begonnen hatte. Diese Flaschen wurden erst von der Flasche ersetzt, die heutzutage als der Standard gilt: als der Verkauf von Bier im 1969 von Regulierung freigegeben wurde, wurde es unergiebig, Bier in zwei verschiedenen Gefäßen zu verkaufen.

Schnapsflaschen

762 pullot savon wiinapullot 258 x 160.jpg762 pullot pöytäviinapullot 241 x 160.jpgBranntweinbrennen für Hausbedarf war bis 1866 für Bauern erlaubt. Für Jahrhunderte galt Branntwein jedoch als eine Arznei und begann erst im 18. Jahrhundert die Stellung, die das Bier als ein Rauschmittel hatte, zu erlangen. Der Branntwein wurde hauptsachlich in großen, grünen, frei geblasene Flaschen bewahrt. Die schöne grüne Farbe der Flaschen ist von Eisen, das der finnische Sand allgemein enthält, verursacht. Um die Haltbarkeit der Flaschen zu verbessern, wurden sie oft in Birkenleder gehüllt.

Im 19. Jahrhundert verbreitete sich eine viereckige Form der Flasche. Die Gründe dazu waren praktisch: viereckige Flaschen könnten in vielmehr kleinerem Raum belagert und transportiert worden. Die Herstellung dieser Flaschen war jedoch technisch anspruchsvoll. Die großen flachen Flächen der Flaschen ermöglichten auch sehr dekorative Etiketten und die Dekorierung der Flasche mit Gravieren und Gemälde.

Im 1892 setzte der finnische Senat eine Untergrenze von 2,0 Liter auf die Größe von Schnapsflasche. Die Meinung war, der Alkoholgebrauch abzustumpfen. Der Preis der Flasche wurde nämlich so hoch, dass die Mehrheit der Bevölkerung sie sich nicht leisten könnte. Die Regulierungspolitik erreichte ihre Spitze im 1919, als das Prohibitivgesetz eingeführt wurde. Damit ging auch die Herstellung von Schnapsflaschen in Finnland zeitweilig zu Ende. Als das Alkoholverbot im 1932 endete, veranlasste die plötzlich gestiegene Nachfrage und unzureichend Maschinenkapazität eine vorläufige Rückkehr zu mit der Hand geblasenen Flaschen.

Während der Winter- und Fortsetzungskrieg wurden mit Benzin gefüllte Schnapsflaschen als Brandflaschen, Molotowcocktails, verwendet – eine Innovation, die bald sowohl der deutsche Wehrmacht als auch die Alliierten kopierten. Es war faktisch die staatliche Branntweinfabrik in Rajamäki, die diese Cocktails industriell herstellte. Die Qualität der zivilen Schnapsflaschen senkte während der Kriegsjahre. Materialmangel zugrunde musste man die Naturkorken mit Pappe oder Papier ersetzen, und verschiedene Deformierungen wurden weit toleriert, was anderseits auch interessante Exemplaren geschaffen hat.

Die Form der finnischen Schnapsflasche ist seit dem Ende des Alkoholverbotes eintönig geblieben. Am meistens variiert nur die Größe und die Form der Korke. Eine selbstverständliche Ausnahme ist die Flasche von Finlandia-Wodka, die von dem berühmte Tapio Wirkkala entworfen ist.

Auch in der ständige Ausstellung des Museums

  • Eine für die drei großen Brauereien Finnlands geeignete Ausstellung
  • Werkzeuge und Material für die Herstellung des Glases
  • Verschiedene Kosmetikprodukten
  • Eine Branntweinbrennungsapparatur
  • Verschiedene, nie im Verkauf gewesene Gedenkflaschen des finnischen Alkoholmonopols Alko
  • Omas Saftkeller
  • Eine umfassende Sammlung von Milchflaschen aus Finnland und Ausland
Kontaktinformationen und Öffnungszeiten

Museokuja 4, 74300 Sonkajärvi
+35840 675 0001
Das Museum ist im Sommer geöffnet. Die genauen Öffnungszeiten können jedoch jährlich variieren: auf dem neuesten Stand gehaltene Information finden Sie hier. Wenn Sie fragen haben oder möchten das Museum außer den normalen Öffnungszeiten besuchen, nehmen Sie Kontakt mit dem Kulturwesen der Gemeinde auf.